Kleinen Hausgottesdienst zu Ostern - pdf-Datei

Kleiner Hausgottesdienst zu Ostern

 

 Hausgottesdienst an Ostern, 12./13. April 2020

St. Johannis-Gemeinde Köln-Bonn-Aachen

Bevor es los geht

Wir suchen in der Wohnung einen ruhigen, bequemen Ort.

Wir zünden eine Kerze an.

Wir werden still.

Persönliches Gebet:

Du, unser Gott, hilf uns zu glauben, was uns verkündet wird, und lass uns erfahren, dass Du ein Gott des Lebens bist, so dass wir zu dem Leben finden, das sichtbar ge-worden ist unter uns in Jesus Christus, Deinem auferstandenen Sohn, unserm Bru-der und Herrn. Amen.

Einleitung zum Sonntag

„Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!“ Das ist das Grundbe-kenntnis der Christenheit am Osterfest. Der Introitus aus Ps. 118 gibt den Ton an: „Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten.“ In der Epistel über-mittelt uns Paulus die Überlieferung von den Erscheinungen des Auferstandenen, wie er sie „empfangen“ hat, und reiht sich selber in die Schar der Osterzeugen ein. Dass die Osterbotschaft von Anfang an keine Sache für Leichtgläubige war, zeigt die Reaktion der ersten Auferstehungszeugen, wie wir sie am Ende des Osterevange-liums hören: „Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich“.

Wir feiern + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (ELKG 86 / EG 112) auch Audio-Datei!

1. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden / nimm wahr, was heut geschicht;

wie kommt nach großem Leiden / nun ein so großes Licht!

Mein Heiland war gelegt / da, wo man uns hinträgt,

wenn von uns unser Geist / gen Himmel ist gereist.

2. Er war ins Grab gesenket, / der Feind trieb groß Geschrei;

eh er’s vermeint und denket, / ist Christus wieder frei

und ruft Viktoria, / schwingt fröhlich hier und da

sein Fähnlein als ein Held, / der Feld und Mut behält.

3. Das ist mir anzuschauen / ein rechtes Freudenspiel;

nun soll mir nicht mehr grauen / vor allem, was mir will

entnehmen meinen Mut / zusamt dem edlen Gut,

so mir durch Jesus Christ / aus Lieb erworben ist.

4. Die Höll und ihre Rotten, / die krümmen mir kein Haar;

der Sünden kann ich spotten, / bleib allzeit ohn Gefahr.

Der Tod mit seiner Macht / wird nichts bei mir geacht’:

er bleibt ein totes Bild, / und wär er noch so wild.

5. Die Welt ist mir ein Lachen / mit ihrem großen Zorn,

sie zürnt und kann nichts machen, / all Arbeit ist verlorn.

Die Trübsal trübt mir nicht / mein Herz und Angesicht,

das Unglück ist mein Glück, / die Nacht mein Sonnenblick.

Rüstgebet:

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Der HERR ist auferstanden und begegnet uns in seinem Wort – das ist Grund zu tie-fer und großer Freude. Doch an diesem Osterfest will sich manches dieser Freude in den Weg stellen. Darum bekennen wir Gott alle Verzagtheit, Gedankenlosigkeit und Lieblosigkeit:

Herr, unser Gott, die Nachrichten der letzten Tage und Wochen haben unseren Kopf und unser Herz oft so sehr in Beschlag genommen, dass wir mutlos und verzagt wur-den und mit Deiner Macht und Liebe kaum mehr rechneten. Wir haben unsere Per-spektive immer wieder einschränken lassen auf unsere Schwierigkeiten und Grenzen und Hoffnung und Freude darüber fast verloren. Darum bitten wir Dich, dass Du uns befreist aus unserem Kreisen um uns selbst und uns stärkst in der Gewissheit, dass Jesus Christus dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängli-ches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. Wecke und fördere durch diesen Gottesdienst die österliche Freude in uns. Das bitten wir durch Christus, un-sern Herrn. Amen.

Psalmgebet (Introitus – ELKG 034)

Der Herr ist auferstanden, Halleluja.

Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja. (Lukas 24,6.34)

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:

Die Rechte des HERRN behält den Sieg!

Die Rechte des HERRN ist erhöhet;

die Rechte des HERRN behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben

und des HERRN Werke verkündigen.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.

Dies ist der Tag, den der HERR macht;

lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. (Psalm 118,15-17.22-24)

Ehre sei dem Vater und dem Sohne

und dem Heiligen Geist,

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Kyrie (gesprochen):

Du Mittler des Neuen Bundes: Kyrie eleison.

Du bist auferstanden von den Toten: Christe, eleison.

Du Hoffnung der ganzen Erde: Kyrie eleison.

Gloria (ELKG 508 [Beiheft 709] / EG 331): auch Audio-Datei!

1. Großer Gott, wir loben Dich, / Herr, wir preisen Deine Stärke.

Vor Dir neigt die Erde sich / und bewundert Deine Werke.

Wie Du warst vor aller Zeit, / so bleibst du in Ewigkeit.

2. (6.) Du, des Vaters ewger Sohn, / hast die Menschheit angenommen,

bist vom hohen Himmelsthron / zu uns auf die Welt gekommen,

hast uns Gottes Gnad gebracht, / von der Sünd uns frei gemacht.

3. (10.) Alle Tage wollen wir / Dich und Deinen Namen preisen

und zu allen Zeiten Dir / Ehre, Lob und Dank erweisen.

Rett aus Sünden, rett aus Tod, / sei uns gnädig, Herre Gott!

Gebet des Tages:

Du lebenschaffender Gott, in Deiner Kraft ist Jesus von Nazareth auferstanden zu einem neuen, verwandelten und wunderbaren Leben und der Anfang einer ganz neuen Schöpfung geworden. Schaffe uns neu durch Deinen Geist, dass auch wir auferstehen und im Licht Deiner Liebe leben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lesung aus den Apostelbriefen des Neuen Testaments (Epistel):

Die Epistel steht im 1. Brief des Paulus an die Korinther im 15. Kapitel.

Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr's umsonst geglaubt hättet. Denn als Erstes habe ich euch wei-tergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Ke-phas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhun-dert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt ihr geglaubt. (V. 1-11)

Halleluja:

Halleluja. Dies ist der Tag, den der HERR macht;

Lasst uns an ihm freuen und fröhlich sein. (Ps. 118,24)

Der Herr ist auferstanden,

er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja. (Lk. 24,6.24)

Lied: Christ lag in Todesbanden (ELKG 76 / EG 101) auch Audio-Datei!

1. Christ lag in Todesbanden, / für unsre Sünd gegeben,

der ist wieder erstanden / und hat uns bracht das Leben.

Des wir sollen fröhlich sein, / Gott loben und dankbar sein

und singen Halleluja. Halleluja.

2. Den Tod niemand zwingen konnt / bei allen Menschenkindern;

das macht alles unsre Sünd, / kein Unschuld war zu finden.

Davon kam der Tod so bald / und nahm über uns Gewalt,

hielt uns in seim Reich gefangen. / Halleluja.

3. Jesus Christus, Gottes Sohn, / an unser Statt ist kommen

und hat die Sünd abgetan, / damit dem Tod genommen

all sein Recht und sein Gewalt; / da bleibt nichts denn Tods Gestalt,

den Stachel hat er verloren. / Halleluja.

4. Es war ein wunderlich Krieg, / da Tod und Leben rungen;

das Leben behielt den Sieg, / es hat den Tod verschlungen (1.Kor 15,55).

Die Schrift hat verkündet das, / wie ein Tod den andern fraß,

ein Spott aus dem Tod ist worden. / Halleluja.

Lesung aus den Evangelien:

Das Evangelium zum Ostersonntag lesen wir bei Markus im 16. Kapitel:

Als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzig-ten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich. (Markus 16,1-8)

Nicänisches Glaubensbekenntnis:

Wir glauben an den Einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat,

Himmel und Erde, / die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen, / eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserm Heil / ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen / durch den Heiligen Geist

von der Jungfrau Maria / und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt. Amen.

Lied: Am dritten Tag (CoSi 518 / EG -/-) auch Audio-Datei!

(Refrain:) Jesus lebt – auferweckt, / staunend steh ich vor dem Wunder.

Jesus lebt – Hoffnung wächst / für diese Welt.

Jesus lebt – ausgelöscht: / meine Schuld durch seine Liebe;

Jesus lebt, ja er lebt / und mit ihm auch ich.

1. Am dritten Tag ließ Gott verkünden, / dass Unglaubliches geschah:

 

Einer konnte überwinden, / was aller Menschen Schicksal war.

Auferstanden in ein Leben, / das am Tod nicht mehr zerbricht,

Hat Christus uns den Sieg gegeben; / das Dunkel weicht dem Osterlicht. (Refrain)

2. Wir finden unser Leben in dem, / der sein Leben für uns gab,

 

als er verletzt an Leib und Seele / am Kreuz für unsre Sünde starb.

Wir legen unser Leben in die / Hand, die uns im Leiden hält

Und alle Tränen abwischt, wenn / wir auferstehn in jener Welt. (Refrain)

Predigt

1. Korinther 15,19-28:

19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. 20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie in Adam alle ster-ben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kom-men wird; 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nach-dem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. 25 Denn er muss herr-schen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1). 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.

Liebe Gemeinde, Zukunftsprognosen sind zur Zeit sehr gefragt. Die Leute wollen wissen, wie es weitergeht „nach Corona“. Fast jeden Abend läuft irgendeine Sondersendung über den Bildschirm, nahezu alle Talkshows kreisen um dieses Thema. Da sind dann alle mögli-

chen Experten eingeladen oder dazugeschaltet. Alle versuchen sich in irgendwelchen Pro-Gnosen. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet so etwas wie eine „Voraus-Erkenntnis“, eine Vorstellung von der Zukunft, wie sie sein könnte. Üblicherweise werden dafür die Entwicklungslinien der Vergangenheit in die Zukunft hin verlängert. Wenn also beispielsweise eine Kurve in der Vergangenheit fallend war, geht man für die Zukunft davon aus, dass sie auch weiter fallen wird. Oft sehen wir dann in der Zukunft nur Probleme und Gefahren auf uns zukommen, und mitunter werden solche Prognosen dann auch zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Konkret bedeutet das zum Beispiel, wenn man in dieser Weise prognostiziert, dass die Kirche bis 2030 – sagen wir mal – 25 % weniger Mitglieder haben wird, dann ist es wahrscheinlich, dass es auch so kommt, weil man mit dieser Er-wartung an die Arbeit geht.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx empfiehlt darum stattdessen eine Re-Gnose. Er will also etwas gewissermaßen im Rückblick „erkennen“. Angesichts eines Problems, einer Her-ausforderung oder Gefahr wählt er dann einen Zeitpunkt in der Zukunft, von dem aus er auf diese Herausforderung zurückblickt. Das sei viel konstruktiver als die typische Pro-Gnose. Wenn wir uns also zum Beispiel in den Herbst 2020 versetzen und uns vorstellen, wie wir im Straßencafé sitzen, unseren Cappuccino genießen, den Leuten beim Schlendern durch die Fußgängerzone zuschauen und darüber nachdenken, wie das damals im April war, als wir in unseren Freiheitsrechten so massiv eingeschränkt waren, dass wir die Eltern oder Großeltern nicht einmal zu Ostern besuchen durften, wie das öffentliche und wirtschaftliche Leben fast zum Stillstand gekommen war, dann werden wir uns wundern, wie wir das alles überstanden haben und dass wir jetzt hier so schön sitzen können. Dabei weiß Horx dann eine Menge aufzuzählen, worüber wir uns dann tatsächlich wundern könnten – etwa zu welcher Selbstverständlichkeit Home-Office geworden ist oder wie viel Wert die direkte Be-gegnung mit anderen Menschen gewonnen hat, der unmittelbare Austausch, die Anteilnah-me. (Quelle: https://kurier.at/wissen/matthias-horx-das-ist-ein-historischer-moment/400785341)

Ostern, liebe Gemeinde, ist auch so eine Art „Re-Gnose“. Von der Auferstehung Jesu her schauen wir gewissermaßen vom Ende her auf unser Leben. Diese Oster-Perspektive gibt uns einen ganz anderen Blick auf unsere Zukunft. Da geht es nicht um die Entwickung der Arbeitsmarktzahlen oder der Wirtschaftsdaten, nicht um Rentenprognosen oder um die Er-wartung, wann denn Medikamente oder Impfstoffe gegen die „neuartige Lungenkrankheit COVID 19“ gefunden sein werden. Wenn wir als Christen von der Zukunft reden, dann des-halb, weil Ostern geworden ist. Von daher hat unsere Zukunft (1.) einen anderen Grund, (2.) eine andere Gestalt und (3.) ein anderes Ziel.

I.

Klassische Prognosen sind oft sehr zweischneidig. Sie können uns auf der einen Seite hel-fen, bestimmte Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig entsprechende Schritte einzulei-ten. Sie können uns aber auch verführen, wenn die Voraussetzungen, von denen sie aus-gehen, falsch sind oder auch die Schlüsse, die aus ihnen gezogen werden. Darum kommt es, wenn wir von unserer Zukunft reden, zum einen auf einen soliden Grund und zum an-deren auf die richtigen Folgerungen an.

Grund unserer Zukunftshoffnung ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Der Kar-freitag ans Kreuz genagelt und zum Schluss sicherheitshalber noch mit einem Speer durch-bohrt wurde, ist am Ostermorgen aus dem Grab herausgekommen. Wirklich unglaublich, diese Botschaft! Selbst die Frauen, die diese Botschaft – wie wir eben hörten – von einem Engel gesagt bekamen und dann das leere Grab sahen, brauchten einige Zeit, bis sie es fassen konnten. Und bereits die ersten Christen hatten mit dem Vorwurf zu kämpfen, in Wirklichkeit hätten sie den Leichnam nur gestohlen.

Bis heute wird die Auferstehung Jesu umgedeutet in dem Sinne, dass nicht er selbst, son-dern seine Botschaft weiterlebe, selbst in den großen Kirchen bei uns. Demgegenüber hal-ten wir mit dem Bekenntnis der Christenheit daran fest, dass Jesu Tod und Auferstehung in Übereinstimmung mit dem geschehen sind, was Gott im Alten Testament angekündigt hat,

und dass der Auferstandene bei verschiedenen Gelegenheiten von seinen Anhängern ge-sehen wurde. Paulus nennt – wir haben es in der Epistel gehört – eine ganze Reihe von Zeugen. Die Korinther damals hätten sie noch befragen können, wenn sie gewollt hätten! Beweise allerdings kann der Apostel nicht liefern. Jesu Auferweckung kann nur bezeugt, nicht bewiesen werden.

Das ist im Grunde bei allen geschichtlichen Tatsachen so. Es lässt sich z.B. auch nicht beweisen, dass Martin Luther gelebt hat – in dem Sinne, dass er hier als lebend vorgeführt werden könnte und man sich selber mit ihm unterhalten könnte. Aber keiner von uns würde auf die Idee kommen, daran zu zweifeln, dass er tatsächlich gelebt hat. Schließlich gibt es zahllose Zeugnisse von Zeitgenossen über ihn, er selbst hat viele Schriften hinterlassen, ja noch heute leben leibliche Nachkommen von ihm unter uns. Darum ist der Gedanke, es könnte ihn gar nicht gegeben haben, völlig absurd.

Mit Jesu Auferstehung tun wir uns da wesentlich schwerer. Zwar gibt es auch dafür eine ganze Reihe von Zeugnissen der Zeitgenossen Jesu, gesammelt im Neuen Testament. Es gibt Äußerungen des Auferstandenen, ja es gibt zahllose – wenn auch nicht leibliche – Nachkommen von ihm. Doch das Zeugnis der Erfahrung droht alle diese Zeugnisse immer wieder zu übertönen. Unsere Erfahrung sagt: Tot bleibt tot! Bis jetzt ist noch keiner von den Toten zurückgekommen. Und mit dieser Erfahrung haben wir recht, liebe Gemeinde! Denn Auferstehung ist ja etwas anderes als Rückkehr von den Toten. Auferstehung ist nicht die Wiederherstellung des alten, sondern die Schaffung eines ganz neuen Lebens. Dieses neue Leben ist nicht durch die Messung der Pulsfrequenz, des Blutdrucks oder der Hirnströme nachzuweisen. Es ist im Rahmen unserer Wirklichkeit absolut ohne Vergleich. Deshalb kann die neue Wirklichkeit der Auferstehung nicht bewiesen werden. Deshalb braucht sie sich aber auch nicht messen zu lassen an dem, was uns sonst vertraut ist. Und deshalb bleiben wir auch immer angewiesen auf die Aussagen der Apostel.

Das eigentliche Osterwunder besteht ja auch gar nicht darin, dass Gott – jenseits allem, was uns von den Naturwissenschaften her nachvollziehbar ist – neues Leben schaffen kann, sondern dass er es will. Gott hat den, der sich mit allen Folgen auf unsere Seite gestellt und unsere Schuld auf sich genommen hat, am dritten Tag auferweckt und sich damit zu ihm bekannt. Nicht die Sünde und ihr Fluch haben das letzte Wort, sondern Gottes Ja zu Chri-stus und damit auch zu uns. Das ist das eigentliche Osterwunder! Wer das begriffen hat, für den fallen die üblichen – nebenbei bemerkt: unangebrachten – Zweifelsfragen nicht ins Ge-wicht, und er fängt an, sich über das eigentlich Erstaunliche zu wundern.

II.

Nun beschäftigt sich Paulus hier auch gar nicht so sehr mit den Ereignissen des ersten Ostertages, sondern sagt vor allem, was sich aus Jesu Auferweckung für uns ergibt. Und da ist für ihn der zentrale Punkt der: Jesu Auferstehung von den Toten zieht die Auferste-hung der Seinen nach sich. Christus ist der „Erstling“. Was ihm widerfahren ist, geschieht auch denen, die mit ihm verbunden sind. Darum gehören wir nun wie er für immer mit Gott zusammen und haben das Leben – das unverwesliche, wie Paulus später sagt, das in der Kraft und in der Herrlichkeit Gottes gelebte, eben das ewige Leben. So sieht unsere Zukunft aus.

Es liegt nur allzu nahe, dass wir uns solche Hoffnung selbst nicht recht glauben. Dass wir sterben müssen, das scheint einfach zu mächtig und zu unwiderleglich zu sein. So trösten wir uns meist damit, dass bis zum Sterben noch Zeit ist, und wenn es merklich näher rückt, dann sehen wir weg und beruhigen uns mit sinnlosen Beschwichtigungen.

Paulus denkt anders. Er spricht oft vom Sterbenmüssen. Warum sollen wir es uns verheim-lichen? Wir werden den Tod noch zu bestehen haben, den wirklichen, vielleicht bitteren Tod. Die Prognose ewiger Jugend bleibt ein Wunschtraum, der Tag für Tag von der Wirklichkeit widerlegt wird. Die Spannkraft lässt nach – Tai Ginseng zum Trotz. Da hilft auch „die Kraft der zwei Herzen“ nicht. Der Atem geht irgendwann kürzer – auch ohne Corona-Virus, die

Beweglichkeit nimmt ab, Augen und Ohren werden schwächer. Wir trösten uns damit, dass der Mensch im Alter reif und weise wird. Aber auch das kann ganz anders sein.

Doch die Toten werden auferstehen. Gott beginnt mit uns noch einmal von vorn, er lässt unser Leben neu erstehen, unter ganz neuen Bedingungen, in ganz neuer Weise. Wir brau-chen uns vor dem Tod nicht grauen zu lassen, sondern können uns, wenn unsere Stunde kommt, getrost in Gottes Hand fallen lassen – so beruhigt, wie man sich nach getaner Arbeit abends in den Schlaf fallen lässt. Denn nach dem Schlaf kommt das fröhliche Erwachen. Das meint „Re-Gnose“.

Das Recht zu solcher Hoffnung liegt in der Auferstehung Jesu Christi. Er ist der „Erstling“. Was uns noch bevorsteht, hat er hinter sich: Tod und Auferstehung. Er ist sozusagen der Prototyp, und zwar nicht nur in dem Sinne, dass er das erste Exemplar wäre, wie in der Produktion – noch vor der Nullserie – ein erstes Modell hergestellt wird. Wir werden nicht nur „wie er“ das Leben haben, sondern wir werden es haben „um seinetwillen“ und „in ihm“: „Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Men-schen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden“ (V. 21f).

Wie sollen wir uns das vorstellen? Wenn Paulus hier von Adam redet, dann meint er damit gewissermaßen den „Prototyp“ des Menschen, den Urmenschen. Am besten, wir stellen uns, da in der Bibel immer konkret gedacht wird, diesen Urmenschen Adam als einen Rie-sen vor, der die ganze Menschheit umgreift. Man könnte es auch mit der Volkszugehörigkeit vergleichen: Ich bin Deutscher, gehöre also zum Volk der Dichter und Denker, auch wenn ich nicht mit Goethe oder Schiller verwandt und selbst nur ein kleines Licht bin. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich auch, dass ich zu dem Volk gehöre, das den 2. Welt-krieg vom Zaun gebrochen hat. Zwar habe ich damals noch nicht gelebt, aber die Folgen habe ich mit zu tragen – nicht nur als einer, der im geteilten Berlin geboren ist. Ich habe also nicht nur meine persönliche Lebensgeschichte, sondern stehe in einer größeren Geschichte drin, und diese größere Geschichte bestimmt mein Leben mit. Ich kann mich ihr nicht ent-ziehen. So heißt „in Adam sein“, dass wir an diesem Menschheits-Adam und seiner Ge-schichte Anteil haben, also auch an seiner Sünde und damit an seiner Todverfallenheit.

Anders verhält es sich, wenn wir „in Christus“ sind – und den stellen wir uns jetzt auch wieder wie so einen Riesen vor, an dem wir Anteil haben, so wie Glieder an einem Leib. Anteil an Adam haben wir durch unsere Geburt. Anteil an Christus bekommen wir durch die Taufe. Da werden wir ihm „eingeleibt“, so dass wir also durch die unlösbare Gemeinschaft mit ihm auch selbst schon seit unserer Taufe Tod und Auferstehung hinter uns haben. Das Leben dieses neuen Menschen ist – wie es im Kolosserbrief heißt – noch „verborgen mit Christus in Gott“ (3,3), so dass man es naturwissenschaftlich nicht nachweisen kann. In der Verhal-tensweise gibt dieser neue Mensch allerdings schon deutliche Lebenszeichen von sich. Die-ser neue Mensch, der wir durch die Taufe im Glauben schon sind, stirbt nicht. In ihm hat die Zukunft schon begonnen. Anders gesagt: In Christi Zukunft ist auch unsere verbürgt, mehr noch: sie ist damit eröffnet und begonnen.

Doch diese Zukunft steht nun immer auch noch aus. Auch nach unserer Taufe haben wir, da wir immer noch mit diesem Adam-Riesen verbunden sind, unseren Tod noch vor uns. So wenig wie die neue Wirklichkeit der Auferstehung lässt sich beweisen, dass wir in der Taufe „von neuem geboren“ wurden und nun ein neues Leben haben. Das lässt sich nur – wieder aufgrund der Zeugenaussagen der Apostel – gegen alle Erfahrung glauben. Wir bleiben zunächst einfach aufs Warten angewiesen. Und solange wir uns noch herumschla-gen mit steigenden Infektionszahlen und sinkenden Wirtschaftsdaten, mit Angst und Sorge, mit Zweifel und Verzagen, mit Leiden und Versagen, solange werden wir uns – sofern wir glauben – nach dieser Zukunft sehnen. So gewiss wir schon jetzt im Glauben mit dem Auf-erstandenen verbunden sind, so gewiss steht die Vollendung dieser Gemeinschaft noch aus. Erst an dem Tag, an dem Christus in Herrlichkeit wiederkommt, wird unzweifelhaft für jeden offenbar werden, was verborgenermaßen jetzt schon gilt.

Lasst es mich einmal vergleichen mit einem Schachspiel: Schwarz steht im Schach, ist aber noch nicht mattgesetzt. Das Spiel ist längst entschieden, auch wenn schwarz noch einige Züge machen und dabei vielleicht auch noch die eine oder andere weiße Figur schlagen kann. Wer die Regeln kennt und den Überblick hat, der weiß, dass das „Matt!“ nur noch eine Frage der Zeit ist.

So ist es auch mit dem Tod, mit den Mächten der Angst und Sorge und mit allen anderen Gewalten, die uns bedrücken und bedrängen: Mit Jesu Auferweckung ist das Spiel entschie-den. Die Züge, die sie jetzt noch machen können, fallen für den Ausgang des Spieles nicht mehr ins Gewicht. Sie sind besiegt. Früher oder später wird das jeder erkennen. Wer die Regeln kennt und den Überblick hat, wer also mit Gottes Wort vertraut ist und auch darauf vertraut, der kann bereits jetzt entspannt von dieser Zukunft aus zurückblicken. Der kann auch diesen oder jeden Verlust verschmerzen, weil er weiß, dass das für den Ausgang des Spieles nichts mehr austrägt. Nur muss die Partie eben, solange der andere nicht aufgibt, zu Ende gespielt werden.

So ist also die Gestalt unserer Zukunft nicht einlinig positiv – etwa im Sinne von: immer mehr Fortschritt, immer höhere Lebenserwartung, immer mehr Wachstum, Wohlstand und Sicher-heit. Sie trägt vielmehr das Doppelgesicht unserer gebrochenen Existenz: Auf der einen Seite gehen wir – verbunden mit Adam – unweigerlich auf den Tod zu. Auf der anderen Seite aber haben wir – verbunden mit Christus – schon jetzt verborgenermaßen das Leben und warten nur darauf, dass es bei der Wiederkunft Christi in unserer Auferstehung offenbar wird.

III.

Damit sind wir beim Ziel unserer Zukunft. Und das beschreibt der Apostel hier nicht, indem er die vorhandenen Entwicklungslinien aus der Vergangenheit in die Zukunft hinein verlän-gert. Ausgehend von der Auferstehung Jesu stellt er sich wie bei einer „Re-Gnose“ vor, wie es sein wird, wenn am Ende unserer Zeit und Welt die ganze Schöpfung wieder mit ihrem Schöpfer zusammenkommt – ohne dass diese Gemeinschaft noch von irgend etwas be-einträchtigt wird. Was auch immer uns jetzt noch zu schaffen machen mag – da wird dann „Gott sein alles in allem“ (V.28).

Noch leben wir in einem Provisorium, in einer Episode des Übergangs und des Kampfes. Da mag manches vorankommen – und dafür wollen wir uns einsetzen –, aber die gottfeindli-chen Mächte sind noch da, unter ihnen der Tod. Wer in dieser Situation die Spielregeln vergisst oder den Überblick verliert, der wird sich leicht Angst machen lassen und womöglich gar verzweifeln. Darum gilt es, in dieser Zeit des Provisoriums den Glauben zu bewähren, dranzubleiben am Wort Gottes und immer wieder neu hinzuhören, wie denn das Spiel geht und wie es ausgeht, und ihn bei diesem Wort zu nehmen, dass er zu Ostern Sieger über alle uns bedrängenden Mächte geworden ist.

Noch bittet er immer wieder, wir möchten uns versöhnen lassen mit ihm. Wenn aber die Zeit des Provisoriums abgelaufen ist, dann wird er in all seiner Macht erscheinen. Die übri-gen Mächte werden dann nichts mehr zu sagen haben, auch der Tod nicht. „Sieg auf der ganzen Linie!“ (V.27) wird Jesus seinem Vater dann melden, und wir werden dann ganz bei Gott zuhause sein.

Stellt euch einmal vor, wie ihr im Paradies sitzt und auf diese Welt und dieses Leben zu-rückblickt. Da werdet ihr euch wundern, was ihr hier manchmal für Sorgen und Probleme hattet, was euch wichtig war und was euch Angst gemacht hat. Denn da wird nichts und niemand mehr unsere Gemeinschaft mit Gott und miteinander stören, keine Fragen und Zweifel, kein Kummer und keine Sorgen, keine Krankheit, keine Schmerzen, keine ablau-fende Zeit. In unendlicher Freiheit und höchster Harmonie werden wir mit ihm und miteinan-der zusammensein. Das ist unsere Zukunft. Mit Ostern ist sie angebrochen!

Darum lasst uns schon heute auf diese Zukunft hin leben – indem wir die Liebe und Nähe, die Gott uns gewährt, schon jetzt suchen und uns ihrer freuen und indem wir ebenso nüch-tern wie zuversichtlich die anstehenden Aufgaben anpacken – nüchtern im Blick auf die

Realitäten des gegenwärtigen Provisoriums, und zuversichtlich – nicht: alle Probleme in den Griff zu kriegen, sondern: zuversichtlich, dass der, der Jesus von den Toten auferweckt hat, auch aus unserem und unserer Welt Tod neues Leben schaffen kann und will. Amen.

© Gerhard Triebe, Pfr.

Lied Jesus lebt, mit ihm auch ich (ELKG 89 / EG 359) auch Audio-Datei!

1. Jesus lebt, mit ihm auch ich! / Tod, wo sind nun deine Schrecken?

Er, er lebt und wird auch mich / von den Toten auferwecken.

Er verklärt mich in sein Licht; / dies ist meine Zuversicht.

2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich / über alle Welt gegeben;

mit ihm werd auch ich zugleich / ewig herrschen, ewig leben.

Gott erfüllt, was er verspricht; / dies ist meine Zuversicht.

6. Jesus lebt! Nun ist der Tod / mir der Eingang in das Leben.

Welchen Trost in Todesnot / wird er meiner Seele geben,

wenn sie gläubig zu ihm spricht: / »Herr, Herr, meine Zuversicht!«

Fürbittgebet

Herr Jesus Christus, Du bist wahrhaftig auferstanden. Gott hat das Kreuz zum Zeichen des Sieges gemacht und in Deiner Schwäche seine Kraft erwiesen. Wir beten zu Dir als dem Herrn über unser Leben und den Retter aus Verlorenheit und Tod und rufen Dich an:

Herr, erbarme Dich..

Wir bitten Dich für die ganze Christenheit mit ihren Kirchen und Gemeinden in aller Welt, dass sie nicht zurückhalten mit dem Lob deiner Herrlichkeit und sich tragen las-sen von der Gewissheit Deiner Herrschaft. Wir rufen Dich an:

Herr, erbarme Dich..

Wir bitten Dich für unsere Gemeinde, dass wir Mut und Vertrauen finden und behalten in einem festen Glauben, der unsere Erschütterungen auffängt und allen Angriffen wi-derstehen kann. Wir rufen Dich an:

Herr, erbarme Dich..

Wir bitten Dich für alle, die Unheil erleben, die Friedlosigkeit erfahren und Bedrohung erleiden, dass sie Deine tröstende Nähe spüren und merken, wie Du ihnen voraus-gehst und zur Befreiung führst. Wir rufen Dich an:

Herr, erbarme Dich..

Wir bitten Dich für alle, die eingeschränkt durchs Leben gehen oder kein Ziel mehr für sich sehen, dass sie in Deinem Kreuz einen Weg in die Zukunft erkennen und bereit werden, Dir nachzufolgen. Wir rufen Dich an:

Herr, erbarme Dich..

Wir bitten Dich für alle, die vom Tode gebannt sind und jede Hoffnung aufgegeben haben, dass sie mit uns allen zu neuer Lebensfreude geführt werden in der Gewissheit. Du, Herr Jesus Christus, bist wahrhaftig auferstanden. Wir rufen Dich an:

Herr, erbarme Dich..

Vaterunser:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in

Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Lied: Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin (ELKG 88 / EG 114) auch Audio-Datei

9. Ach mein Herr Jesu, der Du bist / vom Tode auferstanden,

rett uns aus Satans Macht und List / und aus des Todes Banden,

dass wir zusammen insgemein / zum neuen Leben gehen ein,

das Du uns hast erworben.

10. Sei hochgelobt in dieser Zeit / von allen Gotteskindern

und ewig in der Herrlichkeit / von allen Überwindern,

die überwunden durch Dein Blut; / Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut,

dass wir auch überwinden.

Segen

Der dreieinige Gott, der die Nacht des Todes überwunden hat und uns Zukunft und Leben schenkt, erfülle uns mit Hoffnung und Liebe, mit Mut und Freude.

Gott, der uns sendet, Zeugen seines Lichtes zu sein, gehe uns voran und geleite uns in seinem Frieden und in seiner Güte.

So segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, + der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

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Geistige Impulse während der Coronakrise

 

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