Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde der Gemeinde,

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde der Gemeinde,

der Monatsspruch für den August stammt von Asaf und seinen Brüdern, den

größten Musikern und Dichtern zur Zeit des Königs David. Sie waren auch dieVikar

fleißigsten Dichter von Psalmen, die wir heute noch im biblischen Buch der Psalmen finden.

König David hatte die Brüder aufgefordert ein Loblied zu singen. Er hatte nämlich die Bundeslade, in der die Steintafeln der 10 Gebote gelagert wurden, von den Philistern zurückerobert und wieder nach Jerusalemin den Tempel gebracht.

In ihrem Lobgesang zählen Asaf und seine Brüder auf, was Gott alles an großartigen Dingen für sein Volk Israel getan hat. Die Brüder fordern alle auf, in das Lob

mit einzustimmen; nicht nur die Menschen, sondern auch das Meer, die Felder

und die Bäume im Wald. Ihre etwas merkwürdig anmutende Begründung dafür:

Der HERR kommt, um die Erde zu richten.

Eigentlich freut sich wahrscheinlich niemand über so ein Gericht. Gerichtet zu

werden, das heißt doch, verurteilt zu werden und dass es einem übel ergeht.

Doch im Hebräischen bedeutet „richten“ nicht nur „Recht sprechen“, sondern

auch „richtig stellen“, nicht umsonst wurden die Herrscher in der Frühzeit Isra-

els „Richter“ genannt. Es geht darum, die Dinge zu richten, in Ordnung zu brin-

gen. Der HERR kommt also, um die Erde wieder richtig zu machen. Und da wird

 klar, warum die Bäume darüber jubeln sollen: Denn auch sie und die ganze Na-

tur leiden unter der Sünde des Menschen.

Lukas Cranach der Ältere stellt es in seinem Gemälde „Der Garten Eden“ dar, was dort schon alles schief gelaufen ist, und wie das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur aus den

Fugen geraten ist. All das, woran nicht nur wir leiden, sondern auch und vor al-

lem die Natur (was wir in diesen Tagen wieder einmal besonders sehen), will

Gott wieder richtig stellen. Auch für sie gilt das Erlösungwerk Jesu Christi und

so sollen auch die Bäume in den Jubel des HERRn einstimmen.

Gesegnete Sommer- und Herbstmonate, und ein ruhiges Ende des

Kirchenjahres wünscht euch/Ihnen,

 

Ihr/Euer Jannis Degen, Pfarrer

 

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