„Suche den Frieden und jage ihm nach.“

(Psalm 34,15 – Jahreslosung 2019)

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde der Gemeinde,

im Jahr 2019 ist der Zweite Weltkrieg seit 74 Jahren vorbei.Bild2019 Mein Vater hat diesen Krieg noch als sehr junger Mann als Soldat mitgemacht. Bei uns zuhause war dieser Krieg präsent. Für die meisten Menschen meiner Generation aber sind 74 Jahre eine Ewigkeit. Wir sind Frieden gewohnt. Er scheint in unserem Land eine Selbstverständlichkeit zu sein, und die heutigen Jugendlichen kennen auch so etwas wie eine „Friedensbewegung“ nur aus dem Geschichtsunterricht.

Da erinnert uns der Beter des Psalms daran, dass Friede etwas ist, das man suchen, ja dem man nachjagen kann. Friede will wertgeschätzt und bewahrt werden. Denn Friede ist mehr als „jenes Warten, wenn die Waffen schweigen, wenn sich noch Furcht mit Hass die Waage hält“ (Manfred Siebald, Jugendliederbuch „Komm und sing. Come on and sing [CoSi], Nummer 190). „Furcht und Hass“ als Quelle inneren Unfriedens, der sich dann in einem „Shitstorm“ oder gar in verbaler oder körperlicher Gewalt entlädt, ist erschreckenderweise auch in unserem friedlichen Land zu erleben.

Aber wie sucht man denn Frieden? Oder wo findet man ihn? Im christlichen Glauben beginnt Friede auf Erden immer mit dem Frieden zwischen Mensch und Gott. Und der ist ein Geschenk. „Der tiefe Friede, den wir nicht verstehen, der wie ein Strom in unser Leben fließt, der Wunden heilen kann, die wir nicht sehen, weil es Gottes Friede ist“ (CoSi 190,3). Für mich ist dieser Friede ohne Jesus Christus nicht denkbar, der sagt: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“ (Johannes 14,27).

Friede sei mit uns!

Das wünsche ich uns allen zum neuen Jahr mit diesen Gedanken zur Jahreslosung von Prof. Dr. Achim Behrens (Oberursel) und grüße Sie/Euch– auch im Namen von Pastor i.E. Winfried Küttner und Vikar Simon Volkmar – herzlich. 

 

 

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