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3. Gemeindeversammlung 2018, am 23.9. in Köln

 Der Vorstand ruft fĂŒr den 23.9.2018 die 3. Gemeindeversammlung nach Köln ein. Es sind Synodale fĂŒr die Bezirkssynode zu wĂ€hlen. Vor allem aber soll ĂŒber Teilaspekte der eventuellen Neustrukturierung unseres Pfarrbezirks, wie die Namensgebung unserer Bonner Gemeinde, die Gemeindeordnung, die Vermögensaufteilung und der Zeitplan, abgestimmt werden. Die endgĂŒltige Tagesordnung wird zu einem spĂ€teren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Herzliche Einladung!

 

1Adam‘s sagen Adieu
  (1.7.2018 Hauptgottesdienst)                         

Nun rĂŒckt es in greifbare NĂ€he: Pfarrer Adam und seine Frau gehen Ende Juli in den Ruhestand und werden die St. Johannis-Gemeinde verlassen. Er schreibt dazu:

 Sechzehn Jahre bin ich Pastor im Pfarrbezirk gewesen. Nach meiner Dozenten-TĂ€tigkeit an der Theologischen Hochschule Oberursel erhielt ich den Ruf, als Gemeindepfarrer ins fröhliche Rheinland zu kommen.  Nach kurzem Überdenken sagten wir zu, und so stieg ich wieder in die Gemeindearbeit ein. Ein vielfĂ€ltiges und buntes Arbeitsfeld lag vor mir, das ich gern in Angriff nahm. In der Verwaltung hatte ich zunĂ€chst Friedeburg Greve und nach ihrem Tod meine Frau Gisela zur Seite und in der Gemeindeleitung ein zuverlĂ€ssiges und erfahrenes Team.

 Einige wichtige Eckpunkte unseres Gemeindelebens fielen in diese Jahre: ZunĂ€chst konnten wir die St. Markus-Kirche auf dem BrĂŒser Berg in Bonn weihen, bald danach auch zwei Glocken (deren GelĂ€ut einigen Anwohnern nicht nur Freude bereitete). In Köln haben wir durch großzĂŒgige Spenden mit neuen kĂŒnstlerisch gestalteten Antependien sowie der neuen Orgel das Gottesdienstleben bereichert. Einige Gemeindefahrten werden uns in guter Erinnerung bleiben, so zu den LutherstĂ€tten ThĂŒringens und in die St. Elisabeth-Stadt Marburg. Schöne Erlebnisse mit den Konfirmanden im hessischen Homberg oder in Maria Laach sind noch heute lebendig.

 Eine Belastung fĂŒr die Gesamtgemeinde war die lang anhaltende Vakanz nach dem Weggang von Pastor Triebe. Vieles an erhofftem Gemeindeaufbau ist damals liegengeblieben, andererseits hat die Vakanz auch KrĂ€fte an Mitarbeit freigesetzt. Als weiteres Problem stellte sich die Diasporasituation der Gemeinde dar. Wenn wir von der „lutherischen Gemeinde in Bonn oder Köln“ sprechen, denken wir an ein begrenztes stĂ€dtisches Gebiet. Die RealitĂ€t allerdings ist: Der Pfarrbezirk erstreckt sich ĂŒber Distanzen von 100 km sowohl in nord-sĂŒdlicher als auch ost-westlicher Richtung. Wer kann von


einem lutherischen Christen aus Hellenthal, Koblenz oder Erkelenz erwarten, zum lutherischen Sonntagsgottesdienst anzureisen? Wie intensiv können Seelsorger diese Christen betreuen? FußlĂ€ufig um unsere Kirchen wohnen nahezu keine Gemeindeglieder. Umso wichtiger wurden die Gemeindeveranstaltungen, die die Gemeinschaft pflegen. Wollen wir hoffen, dass sie auch in der Vakanzzeit - und ĂŒber sie hinaus! - erhalten bleiben und dass mehr Gemeindeglieder in diesem Bereich zuverlĂ€ssig mitarbeiten.

 Klar und deutlich habe ich Defizite vor Augen. Vom allgemeinen AbwĂ€rtstrend blieb die Gemeinde nicht verschont, wenngleich er unter uns weniger dramatisch verlief als andernorts; die Finanzsituation hat sich nicht verbessert; Besuchs- oder Sozialdienst hat sich nicht wirklich installieren lassen. Durch die Diasporasituation sind die FliehkrĂ€fte stark, und verbindliche Mitarbeit in der Gemeinde ist durchaus verbesserungswĂŒrdig. Wo wir den Erwartungen nicht gerecht geworden sind und wo wir Fehler gemacht haben, bitten wir um Verzeihung! Wir gehen mit dem Wunsch, dass ein

möglicher Nachfolger seine FÀhigkeiten zum Segen der Gemeinde

einbringen wird.

 Dankbar schauen wir auf die gemeinsamen Jahre zurĂŒck. Viele nette Kontakte sind entstanden, die Freundlichkeit der RheinlĂ€nder haben wir schĂ€tzen gelernt. Vertrauen ist in diesen Jahren gewachsen, und Gottes Segen hat die Gemeinde erhalten. Ob wegen oder trotz des Pfarrerehepaares, mag jeder selbst beurteilen. Wir jedenfalls gehen mit einem guten GefĂŒhl und mit dem Gedenken an herausfordernde, aber auch  segensreiche, in jedem Fall erfĂŒllte Jahre, und freuen uns nun auf ganz anders zu gestaltende Jahre mit vielen schönen PlĂ€nen bei hoffentlich guter Gesundheit.

 Adam‘s sagen Adieu. Wir sagen nicht: Bis bald! oder: Auf Wiedersehen! Denn ob wir uns wiedersehen, weiß Gott allein. Aber unser gebrĂ€uchliches „Adieu“ oder „AdĂ©â€œ (verkĂŒrzt TschĂŒss oder op Kölsch Tschö) kommt aus dem Französischen, Ă  Dieu, und meint: „Sei mit Gott“. Ja, ĂŒber ihn bleiben wir im Glauben verbunden. Er ist die BrĂŒcke unserer Beziehungen zu- und der

Erinnerungen aneinander. Möge dieser Gott uns beschĂŒtzen und uns an dem Ort, an den er uns fĂŒhrt, ein gutes Leben schenken!

                                  Dr. Albrecht & Gisela B. Adam