Liebe Gemeindeglieder und Freunde der St. Johannis-Gemeinde,

 â€žFreude bricht auf, wenn Gott zu uns spricht, Freude, die uns niemand nehmen kann.“  So lautet die erste Zeile eines Liedes, das wir in Jugendkreisen und Gottesdiensten gern singen.

„Freude bricht auf“, wenn das Frühjahr naht und wir die Vorboten der wärmeren Jahreszeit in unseren Parks und Gärten sehen können. Die Frühlingsblüher sagen uns: Leben beginnt neu.

Auch das Bild auf der Vorderseite könnte diesen Titel tragen.  Aus dem Dunkel des unteren und rechten Bildrandes löst sich das kräftige Orange und Rot, die Helligkeit strebt nach oben, wo sich die Mitte des warmen Lichts festmachen lässt. Die Formen und Linien deuten ein Kreuz an, und im lichten Zentrum lässt sich so etwas wie eine Taube entdecken – wenn man will.

Wir feiern wieder Ostern, das Fest des Lebens. Das hat nur zufällig mit dem Frühling zu tun. In Brasilien etwa liegt Ostern im Herbst. Dass wir Ostern mit Neubeginn und Leben verbinden, liegt an der Botschaft: Gott hat seinen gekreuzigten Sohn nicht im Tod gelassen, sondern ihn zu neuem Leben erweckt. Wir, die wir zu ihm gehören, haben Anteil an diesem Leben.

Die Taube, Symbol für den göttlichen Geist, für die Initiative Gottes in der Welt, sagt uns: „Freude bricht auf!“ Auch in deinem Leben, denn Gott spricht zu dir. Er hat dir in der Taufe das Vorrecht eingeräumt, sein Kind zu sein.

Das verändert vieles! Zum Beispiel verändert es deine Lebensperspektive: Nicht mehr die Lebenskurve, die im Seniorenheim oder auf dem Krankenbett endet, sondern die Linie, die auf Gott zuführt, darf mein Leben bestimmen. Ob arm, ob reich, ob leichtbeschwingt durchs Leben oder schwer beladen – als Freund Gottes ist mir der Weg nach oben offen.

Das Bild deutet dies an: Es hat nach oben hin keinen Abschluss. Da geht es noch weiter. Wohin? Unsere Zukunft kennen wir nicht, wohl aber den, der uns in die Zukunft fĂĽhrt: Gott, in Christus, unserem Bruder.

Aus diesem Bewusstsein zu leben wĂĽnschen Ihnen

Herzliche GrĂĽĂźe - auch von Pfr. Adam - Ihr Pfr. J.-U. Schiller